Vereinsgründung

Die Stadt Achim plante ein Stadtmuseum für Achim. Für dieses Museum sollte ein Trägerverein gegründet werden. Mehrere Achimer, die sich bereits mit der Geschichte Achims beschäftigten, taten sich zusammen, um die Vereinsgründung vorzubereiten. Im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme stellte die Stadt Achim drei Mitarbeiter ein, die dieses Projekt von Seiten der Stadt betreuen sollten. Am 24. März 1986 kommt es dann zu einem Treffen für geschichtsinteressierte Achimer. Den 50 Gästen wurde an diesem Abend die Ziele des zu gründenden Vereins vorgetragen. Das vordinglichste Ziel war damals die Zusammenführung der Personen, die sich bereits mit der Geschichte Achims beschäftigt hatten. Bei weiteren Treffen wurden Arbeitskreise gebildet. Anfang September 1986 kommt es dann zu Meinungsverschiedenheiten über Führung, Arbeit und Namen des Vereins. Da keine Einigung erzielt werden kann, bilden sich zwei Gruppen. Aus der einen Gruppe entsteht später die „Geschichtswerkstatt“ und die zweite Gruppe bereitet die Gründung eines Heimatvereins vor. Im August trifft sich diese Gruppe um die Satzung des Vereins für die Gründungsversammlung am 10. September 1986 vorzubereiten. 

Auf dieser Gründungsversammlung beschließen 21 Mitglieder die Satzung des Vereins und wählen folgenden Vorstand:

Vorsitzender Wolfgang – Peter Kraffzik, Stellvertretender Vorsitzender Klaus Bischoff, Schatzmeister Klaus Ulrich,  Schriftführerin Edelgard Schnakenberg, den Pressereferenten Horst Wagner sowie die Beisitzer Günter Schnakenberg und Johann D. Jaeger. 

Den jetzigen Vorstand bilden  1.Vorsitzender : Heinz-Dieter Schütte
                                                2. Vorsitzender : Fredi Neumann
                                                Schriftführerin : Monika Wittrock
                                                Kassenwartin : Hanna Bertram
                                                kommisar.Vertreter : Rudolf Schmitt
                                                Beisitzer/in : Ursel Mindermann  -  Günter Schnakenberg

Zu den Aufgaben gehört laut Satzung „die Sammlung und Wahrung heimatlichen Kulturgutes und die Förderung regionalgeschichtlicher und heimatgeschichtlicher Forschung“.

25 Jahre Heimatverein Achim e. V.

Nach der Gründung des Vereins verkündet der Achimer Bürgermeister Christoph Rippich auf der Jahreshauptversammlung am 9. März 1987, dass das Projekt Heimathaus von dem neu gewählten Stadtrat aufgegeben wird. Eigentlich hätte sich der Verein jetzt wieder auflösen können. Das geschah aber nicht, da die Mitglieder sich schon zu sehr mit der Achimer Geschichte beschäftigt hatten und auch schon zahlreiche Projekte durchgeführt wurden. So fand Ende 1986 eine Ausstellung über die Zigarrenmacher in Achim statt. Außerdem hoffte man noch auf ein Umdenken der Politiker und auf ein anderes Wahlergebnis in den kommenden Jahren. Im Laufe der Jahre machte der Heimatverein Vorschläge für ein Heimathaus in Achim. Den letzten Vorschlag, Heimathaus am Ueser Hafen, lehnten die Politiker ab. Angeblich sei in dem Landschaftsschutzgebiet ein solches Haus nicht genehmigungsfähig. Für dieses Projekt hatte ein Sponsor das Grundstück und einen namhaften Geldbetrag zur Verfügung gestellt.

Nach der ersten Ausstellung „Achim gestern – heute – morgen“ folgten in den folgenden Jahren regelmäßig weitere Schauen. Themen waren: Die Achimer Ortsteile Embsen, Bierden, Uphusen und Uesen. 1994 veranstaltete der Heimatverein in den Achimer Geschäften die Aktion „Museum im Schaufenster“. Außerdem beteiligte sich der Verein an Veranstaltungen anderer Vereine und Gruppen. So im Seniorenzentrum Achim mit einer Fotoausstellung, die Ausstellung „100 Jahre Schule Am Markt“ wurde mitgestaltet ebenso das hundertjährige Jubiläum einer Achimer Firma. Aber auch an den 700 Jahrfeiern der Ortsteile Uesen und Embsen wirkte der Verein mit.

Viele Vorträge wurden vom Heimatverein veranstaltet. Hierzu gehören Vorträge über den Achimer Schützenverein, die Achimer Laurentiuskirche, die Achimer Märkte aber auch Reiseberichte über Norderney und fremde Länder waren Themen. Denkmalpfleger und Kreisarchäologin  waren unsere Gäste. Neben weiteren Themen wurde uns von den Gebrüdern Freudenthal und Bertha Bartel-  Reimer aus Achim  berichtet. Alle Vorträge hier aufzuführen würde den Rahmen sprengen.

Das erste Backofenfest fand 1987 im Rahmen der 700 Jahrfeier im Ortsteil Uesen statt. Dieses Fest fand danach in jedem Jahr statt, ebenso das Heringsessen im Ortsteil Bollen. Den Jahresausklang feiern wir Ende Dezember mit Vorträgen bekannter Künstler mit dem Thema Heimat. Wobei der Humor nicht zu kurz kommt und auch nicht heimatliche Unterhaltung geboten wird. Seit einigen Jahren machen wir kurz vor Pfingsten einen Schnedegang, das heißt wir machen Wanderungen durch die einzelnen Ortsteile Achims.

Zu den regelmäßigen Veranstaltungen zählen die eintägigen Busreisen von der Elbe bis nach Holland. Bei diesen Reisen wurden teilweise historische Orte und Plätze besucht und wir schipperten mit alten Raddampfern und Dampfschleppern  auf Flüssen und an den Küsten entlang. Ein schönes Erlebnis war die Fahrt mit dem Dampfer „Alexandra“ durch den Nordostseekanal.

Die plattdeutsche Theatergruppe „Achimer Speeldäl“ ist Mitglied im Heimatverein. Die Aufführungen dieser Laiengruppe werden von unseren Mitgliedern gern besucht. Aber auch im Verein wird „platt“ geschnackt und der Verein unterstützt das Lesen dieser norddeutschen Sprache in den hiesigen Schulen. Wie wohl alle wissen, sind die Bremer Stadtmusikanten nie in Bremen angekommen. Sie sind nämlich in Achim geblieben. Wie das richtig war mit den Bremer Stadtmusikanten haben Mitglieder des Heimatvereins in Hoch und Platt aufgeschrieben.

In der hiesigen Presse werden Artikel der Mitglieder über Achim und die Stadtgeschichte veröffentlicht. Im Jahre 2005 wurde im Achimer Kreisblatt die Serie „Wat is dat denn?“ aufgenommen. Bei diesem Projekt werden Fotos alter Gegenstände veröffentlicht und in Kurzform deren Bedeutung erklärt oder beschrieben was man mit diesen Fliegenschränken, Kaffeemühlen, Spucknäpfen und so weiter machen konnte. (mehr...)

Männer, Frauen aber auch Kinder haben sich in der Klöppelgruppe des Heimatvereins Achim zusammengefunden, um zu lernen und Erfahrungen auszutauschen.

Schulprojekte zum Thema Heimatgeschichte werden auch vom Heimatverein unterstützt. Im Jahr 2005 hatte sich eine 8. Klasse der hiesigen Realschule mit dem „Hausschlachten“ beschäftigt. Für diese Arbeit erhielten die Schüler den 4. Preis bei dem Bundeswettbewerb.

Die Stadt Achim feierte 1991 ihre 900 Jahrfeier. Der Heimatverein gestaltete mit der Hilfe befreundeter Vereine und Gruppen das Erntedankfest. Zu diesem Fest gehörte auch ein Festumzug mit fast 80 Gruppen, Wagen und Musikkapellen aus allen Teilen der Stadt Achim. (weitere Projekte s. Plakat "Projekte")

Jeden Geburtstag freuen sich die Mitglieder auf den Glückwunsch des Heimatvereins. Denn dann erhalten sie eine Glückwunschpostkarte mit einem historischen Motiv aus dem Stadtgebiet von Achim.

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